Für Kläranlagenbetreiber, Abwasserverbände und Kommunen
Weniger Energieverbrauch. Niedrigere Betriebskosten. Ohne Kompromisse bei der Reinigungsleistung.
Wir analysieren Ihre Kläranlage systematisch, identifizieren die größten Energieeinsparpotenziale und entwickeln daraus konkrete, wirtschaftlich bewertete Maßnahmen.
30 Minuten. Ihre Anlage. Ihre Fragestellungen. Keine Verpflichtung.
Das Problem
Die Kläranlage ist in vielen Kommunen der größte einzelne Stromverbraucher. Die Jahresrechnung zeigt allerdings nur die Summe – nicht, welcher Prozessbereich sie verursacht, und erst recht nicht, welcher Anteil davon vermeidbar wäre.
Genau das ist die Ausgangslage der meisten Betreiber: Die Kosten sind bekannt, die Ursachen nicht. Und ohne Ursachen fehlt die Grundlage, um über Maßnahmen und Investitionen belastbar zu entscheiden.
Fünf Fragen entscheiden über jede Maßnahme
Unsere Arbeit endet nicht mit einem Bericht, sondern mit Antworten auf diese fünf Fragen – priorisiert und wirtschaftlich bewertet.
Regulatorischer Rahmen
Richtlinie (EU) 2024/3019Die 2024 verabschiedete Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) löst die Richtlinie von 1991 ab und wird derzeit in nationales Recht überführt. Für Betreiber sind vor allem zwei Vorgaben aus Artikel 11 entscheidend: regelmäßige Energieaudits und ein verbindlicher Pfad zur Energieneutralität.
Artikel 11
Energieaudits werden verpflichtend
Betrachtet wird nicht nur die Kläranlage selbst, sondern das System einschließlich Kanalnetz und Pumpwerken. Das Audit soll dabei ausdrücklich auch die Potenziale für eine kosteneffiziente Energieeinsparung und für erneuerbare Energien ermitteln.
Zielpfad
Schrittweise zur Energieneutralität
20 %
bis 2030
40 %
bis 2035
70 %
bis 2040
100 %
bis 2045
Der jährliche Energieverbrauch der betroffenen Anlagen soll zu diesen Anteilen aus erneuerbarer Energie gedeckt werden – als nationale Zielgröße über alle Anlagen hinweg. Bezugspunkt ist die selbst erzeugte erneuerbare Energie, etwa aus Klärgas und Photovoltaik.
Jede eingesparte Kilowattstunde senkt das Ziel, das Sie durch Eigenerzeugung decken müssen.
Energieneutralität ist ein Verhältnis aus Eigenerzeugung und Verbrauch. Wer zuerst den Verbrauch senkt, braucht anschließend weniger zusätzliche Erzeugungsleistung, um denselben Zielwert zu erreichen – und investiert damit deutlich günstiger als der, der nur auf den Zubau setzt.
Deshalb ist die systematische Erfassung geeigneter Maßnahmen kein bürokratischer Zwischenschritt, sondern die eigentliche Arbeit: Sie ist die Grundlage für den Zielpfad, für Investitionsentscheidungen und für die Berichterstattung.
Pflicht erfüllen
Das Audit dokumentiert Verbrauch, Potenziale und Maßnahmen in der geforderten Form.
Zielpfad begründen
Die Maßnahmenliste zeigt, wie die Etappen 2030 bis 2045 realistisch erreichbar sind.
Günstiger ans Ziel
Einsparung ist fast immer preiswerter als zusätzliche Erzeugungskapazität.
THG im Blick behalten
Maßnahmen dürfen Lachgas- und Methanemissionen nicht erhöhen – wir bilanzieren beides mit.
Der Rechner ordnet Ihre Anlage anhand der Ausbaugröße ein und zeigt Auditfrist, Zielpfad und Ihren heutigen Eigenversorgungsgrad.
Die Angaben geben den Stand der Richtlinie (EU) 2024/3019 wieder. Verbindlich ist die jeweilige nationale Umsetzung – im Zweifel ist die zuständige Behörde maßgeblich.
Ihr Nutzen
Nicht Energie sparen um jeden Preis – sondern Energie dort einsparen, wo es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Energiekosten
Weniger Energiekosten
Wir identifizieren die Verbraucher mit dem größten Einsparpotenzial – von der Belüftung über die Pumpen bis zur Schlammbehandlung.
Anlagenbetrieb
Kein unnötiger Anlagenbetrieb
Wir untersuchen nicht nur einzelne Aggregate, sondern das Zusammenspiel der biologischen und technischen Prozesse.
Betriebssicherheit
Betriebssicherheit erhalten
Optimierung bedeutet nicht, einfach „weniger laufen zu lassen". Reinigungsleistung und Prozessstabilität bleiben zentrale Randbedingungen.
Investitionen
Investitionen gezielter einsetzen
Sie erhalten eine wirtschaftliche Grundlage dafür, welche Maßnahmen sich lohnen – und welche besser nicht.
Transparenz
Transparenz über Ihre Anlage
Verbrauch, Prozesse und Kennzahlen werden so aufbereitet, dass daraus konkrete Entscheidungen entstehen.
Wir optimieren nicht einzelne Maschinen.
Wir optimieren den Prozess.
Deshalb betrachten wir Aggregate immer im Zusammenhang mit der Prozessführung – nicht isoliert.
Wo steckt das Potenzial?
Diese sieben Bereiche prüfen wir systematisch – jeweils nicht als Einzelaggregat, sondern in ihrer Wirkung auf den Gesamtprozess.
Wird tatsächlich so viel Sauerstoff benötigt, wie eingebracht wird?
Arbeiten Gebläse und Regelung im optimalen Betriebspunkt?
Sind Fördermengen und Förderhöhen bedarfsgerecht?
Passt der Betrieb zum tatsächlichen Prozessbedarf?
Wo entstehen vermeidbare Energieverbräuche?
Werden vorhandene Mess- und Regelmöglichkeiten optimal genutzt?
Wie beeinflussen sich die einzelnen Verbraucher gegenseitig?
So läuft ein Projekt ab
Fünf Schritte, in denen aus Verbrauchsdaten Entscheidungen werden. Sie wissen zu jedem Zeitpunkt, was als Nächstes passiert.
Anlage verstehen
Wir erfassen Energieverbrauch, Prozessführung, Betriebsweise und die relevanten Anlagenparameter.
Potenziale identifizieren
Wir analysieren die wesentlichen Energieverbraucher und deren Einfluss auf den Gesamtprozess.
Maßnahmen entwickeln
Aus den Daten entstehen konkrete technische und betriebliche Optimierungsmaßnahmen.
Wirtschaftlichkeit bewerten
Für jede relevante Maßnahme betrachten wir Einsparung, Investition, Amortisation und betriebliche Auswirkungen.
Umsetzung begleiten
Auf Wunsch begleiten wir die Umsetzung und prüfen anschließend, ob die erwarteten Effekte tatsächlich erreicht werden.
Unser Unterschied
Wir verbinden praktische Erfahrung aus dem Kläranlagenbetrieb mit wissenschaftlich fundierter Prozessoptimierung. Dadurch betrachten wir Ihre Anlage aus zwei Perspektiven: Was ist technisch möglich – und was ist im realen Betrieb sinnvoll?
Betriebserfahrung
Wie eine Anlage tatsächlich gefahren wird – mit allen betrieblichen Randbedingungen.
Messtechnik
Welche Daten vorhanden sind, was sie aussagen und wo sie an ihre Grenzen kommen.
Prozessoptimierung
Wie sich aus diesen Daten systematisch die wirksamsten Maßnahmen ableiten lassen.
Praxisbeispiel
Ein Beispiel für eine Maßnahme, die ohne Investition auskommt – gefunden nicht an einem einzelnen Aggregat, sondern in der Betriebsweise des Gesamtenergiesystems.
Ausgangslage
Die Anlage war technisch in Ordnung. Auffällig war nicht ein Aggregat, sondern das Zusammenspiel von Gasanfall, Speicher und BHKW-Fahrweise.
Ergebnis
44.700 €/a
Energiekosteneinsparung durch eine optimierte BHKW-Steuerung
Erforderliche Investition
0 €
reine Betriebsweise
Amortisation
sofort
ab Umstellung
Nicht jede Maßnahme ist kostenlos. Aber die Reihenfolge ist entscheidend: Zuerst das heben, was ohne Investition wirkt – dann über Anschaffungen entscheiden.
Das Ergebnis
Nicht nur ein Audit, sondern eine Entscheidungsgrundlage. Ein Betreiber braucht keine 27 theoretischen Möglichkeiten, sondern eine klare Antwort auf drei Fragen: Was sollten wir zuerst machen? Was kostet es? Was bringt es?
Priorisierung statt Optionsliste
Jede Maßnahme erhält eine Rangfolge nach Wirkung, Aufwand und betrieblichem Risiko – damit klar ist, womit Sie anfangen.
Wichtige Randbedingung
Eine Kläranlage ist kein Gebäude, bei dem man einfach die Heizung herunterdreht. Energieverbrauch und Reinigungsleistung hängen unmittelbar mit der Prozessführung zusammen.
Deshalb betrachten wir Energieeinsparungen immer im Zusammenhang mit den relevanten Betriebs- und Ablaufparametern.
Ablaufwerte bleiben Randbedingung
Keine Maßnahme, die die Einhaltung der Überwachungswerte gefährdet.
Prozessstabilität vor Einsparung
Was den Betrieb störanfällig macht, empfehlen wir nicht.
Erfolgskontrolle nach Umsetzung
Wir prüfen, ob die erwartete Wirkung tatsächlich eintritt.
Für wen
Unsere Leistungen richten sich an
Besonders interessant ist eine Analyse, wenn …
Arbeitsweise
Sie müssen unseren Empfehlungen nicht glauben – Sie sollen sie nachvollziehen können. Jede Aussage lässt sich auf Daten und technische Zusammenhänge zurückführen.
Unabhängig
Wir betrachten Ihre Anlage aus Sicht des Betreibers – nicht aus Sicht eines Herstellers bestimmter Komponenten.
Datenbasiert
Unsere Empfehlungen beruhen auf Betriebsdaten, Messwerten und technischen Zusammenhängen.
Praxisorientiert
Maßnahmen müssen im tatsächlichen Anlagenbetrieb funktionieren – nicht nur in der Rechnung.
Wirtschaftlich
Einsparpotenzial und Investitionsbedarf werden immer gemeinsam betrachtet.
Die Köpfe dahinter

Dipl.-Ing. Tobias Walter
Kläranlagen und Betriebspraxis
Erfahrung aus dem Betrieb der Kläranlage Konstanz und als Ingenieur bei Hach Lange. Schwerpunkt: praktische Anlagen- und Messtechnik sowie die Verbindung von Messdaten und realem Anlagenbetrieb.

Prof. Dr. Peter Schanbacher
Prozessoptimierung
Professor an der Hochschule Furtwangen mit Schwerpunkt auf Prozessoptimierung und der systematischen Analyse komplexer technischer Prozesse.
Gemeinsam verbinden wir Betriebserfahrung, Messtechnik und Prozessoptimierung.
Selbst rechnen
Bevor Sie mit uns sprechen, können Sie die Größenordnung selbst ermitteln: Der Rechner bildet Energieverbrauch, Kennzahlen und Treibhausgasbilanz Ihrer Anlage ab und vergleicht Ihre Werte mit den einschlägigen Richtwerten.
Ohne Anmeldung
Sie können direkt starten – kein Konto, keine Registrierung.
Daten bleiben bei Ihnen
Ihre Eingaben werden im Browser gespeichert; als Excel-Datei können Sie sie selbst sichern.
Ergebnis zum Mitnehmen
Basisbericht und Einzelberichte lassen sich als Word-Datei herunterladen.
Die Anwendung befindet sich im Aufbau und wird kontinuierlich erweitert.
Häufige Fragen
Das hängt vor allem von der Anlagengröße und der Datenlage ab. Liegen Verbrauchs- und Betriebsdaten bereits strukturiert vor, geht es deutlich schneller als bei einer Anlage, deren Daten erst zusammengetragen werden müssen. Den Rahmen klären wir im Erstgespräch, bevor Aufwand entsteht.
Im Kern: Stromverbrauch und Energiebezug, Zulaufmengen und Frachten, Angaben zur Verfahrenstechnik und zur Betriebsweise sowie – falls vorhanden – Daten aus Prozessleitsystem und Betriebstagebuch. Viele dieser Werte können Sie im Rechner selbst eintragen und sehen sofort, was sich daraus ergibt.
Nicht zwingend. Häufig lässt sich vieles aus vorhandenen Daten ableiten, und oft ist bereits installierte Messtechnik nicht vollständig ausgewertet. Wo eine Messung für eine belastbare Bewertung wirklich nötig ist, sagen wir das offen – und begründen, welchen Zusatznutzen sie bringt.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, weil es stark von der Verfahrenstechnik, dem Anlagenalter und der bisherigen Betriebsweise abhängt. Aussagekräftig ist der Vergleich Ihrer spezifischen Kennzahlen mit den Richtwerten der einschlägigen DWA-Arbeitsblätter – diesen Vergleich können Sie mit dem Rechner selbst durchführen.
Artikel 11 der Richtlinie (EU) 2024/3019 knüpft die Auditpflicht an die Ausbaugröße: Anlagen über 100.000 EW benötigen ihr erstes Energieaudit bis zum 31.12.2028, Anlagen ab 10.000 EW bis zum 31.12.2032 – danach jeweils alle vier Jahre. Maßgeblich ist die nationale Umsetzung; die konkrete Einordnung Ihrer Anlage zeigt Ihnen der Rechner anhand der Ausbaugröße.
Der Aufwand richtet sich nach Anlagengröße, Umfang und Datenlage. Deshalb steht am Anfang immer ein kostenloses Erstgespräch: Danach wissen Sie, welche Fragestellung sich mit welchem Aufwand beantworten lässt – und können entscheiden, ob Sie weitergehen möchten.
Auf Wunsch ja. Ein Bericht, der in der Schublade liegt, spart keine Energie. Sinnvoll ist deshalb eine Erfolgskontrolle nach der Umsetzung: Sind die erwarteten Einsparungen tatsächlich eingetreten – und wenn nicht, warum?
Indem Energieeinsparung nie isoliert betrachtet wird. Jede Maßnahme wird zusammen mit den relevanten Betriebs- und Ablaufparametern bewertet. Maßnahmen, die die Reinigungsleistung oder die Prozessstabilität gefährden, empfehlen wir nicht – auch dann nicht, wenn sie rechnerisch Energie sparen würden.
Im Erstgespräch klären wir, welche Fragestellung Ihre Anlage hat, welche Daten vorliegen und was sich daraus realistisch ableiten lässt. Danach wissen Sie, ob eine Analyse für Sie sinnvoll ist.
30 Minuten. Ihre Anlage. Ihre Fragestellungen. Keine Verpflichtung.